Blind Date im Dunkeln

·12 Min. Lesezeit

Das Erste, was ich von Tobias kannte, war das Geräusch, mit dem er sein Wasserglas umwarf.

Ein helles Klirren, ein unterdrückter Fluch, dann eine Stimme, warm und ein wenig rau, irgendwo links von mir in der vollkommenen Schwärze: „Bitte sag mir, dass das nicht auf deinem Kleid gelandet ist.“

„Auf dem Tisch, glaube ich“, sagte ich. „Ganz sicher bin ich nicht. Ich sehe ja nichts.“

„Sehr gut. Dann gibt es keine Zeugen.“

Ich lachte, so laut, dass am Nachbartisch jemand mitkicherte, und in diesem Moment ahnte ich, dass Mareike wieder einmal recht behalten würde. Das ist das Anstrengendste an meiner besten Freundin: Sie hat fast immer recht.

Drei Wochen vorher hatte sie mir in ihrer Küche ein Glas Weißwein hingeschoben und gesagt: „Ich habe jemanden für dich. Tobias, 37, Toningenieur beim Radio, lacht über dieselben schlechten Wortspiele wie du. Und bevor du fragst: Nein, du bekommst kein Foto.“

„Dann treffe ich ihn nicht.“

„Doch. Im Dunkelrestaurant. Ihr seht euch erst, wenn ihr fertig gegessen habt. Oder gar nicht, wenn es nicht passt. Du kannst jederzeit aufstehen und gehen, der Kellner bringt dich raus. Ich habe ihm dasselbe gesagt.“

Ich bin 34 und Restauratorin. Ich verbringe meine Tage mit der Lupe vor alten Ölgemälden, ich sehe jeden Haarriss im Firnis und jeden falschen Pinselstrich, den ein Kollege vor hundert Jahren übermalt hat. Und genau so hatte ich in den letzten zwei Jahren Männer angesehen: auf Fotos, in Apps, mit dem Daumen über dem Bildschirm, bereit zum Wegwischen. Drei Dates im Frühjahr, drei Abende, an denen ich nach zehn Minuten wusste, dass ich mich in ein Bild verliebt hatte und nicht in einen Menschen.

„Okay“, hatte ich zu Mareike gesagt. „Ein Abendessen. Mehr nicht.“

Sie hatte nur gelächelt.

Das Restaurant hieß Nachtmahl und lag in einem Hinterhof in Köln-Ehrenfeld. Im Vorraum gab es gedämpftes Licht, Schließfächer für Handys, Uhren und alles, was leuchtet, und eine Garderobe, an der ich meinen Mantel abgab, ohne zu wissen, ob einer der Männer, die gerade ihre Jacken aufhängten, Tobias war. Ich hatte mir verboten, mich umzusehen. Es kam mir vor wie Schummeln.

Unser Kellner hieß Jonas und war seit seiner Geburt blind. „Hand auf meine Schulter“, sagte er freundlich, „kleine Schritte. Da drinnen bin ich der Einzige, der sich auskennt.“ Dann schob er einen schweren Vorhang zur Seite, dann einen zweiten, und die Welt verschwand.

Es war nicht dunkel, wie ein Schlafzimmer nachts dunkel ist. Es war schwarz. Kein Schimmer, keine Kontur, nichts, woran sich die Augen festhalten konnten. Ich hörte Besteck, Stimmengemurmel, irgendwo ein Lachen, roch Rosmarin und warmes Brot. Jonas legte meine Hand auf eine Stuhllehne, ich setzte mich, und meine Finger fanden eine Tischkante, eine Serviette, eine Gabel.

„Dein Date ist schon da“, sagte Jonas. „Links von dir. Viel Spaß, ihr zwei.“

Und dann fiel das Glas um.

Wir redeten. Es ist erstaunlich, wie anders man redet, wenn man nicht sieht, wie der andere reagiert. Ich konnte nicht beobachten, ob er gelangweilt auf seinen Teller sah oder lächelte, also musste ich zuhören. Wirklich zuhören. Seine Stimme verriet mir Dinge, die mir kein Foto verraten hätte: wie er kurz die Luft anhielt, bevor er etwas Persönliches sagte. Wie seine Sätze schneller wurden, wenn er von seiner Arbeit erzählte, von Hörspielen und Konzertmitschnitten und davon, dass er manchmal nachts durch die Stadt läuft und Geräusche aufnimmt, Regen auf Autodächern, die letzte Straßenbahn.

„Wie klingt Köln um drei Uhr morgens?“, fragte ich.

„Nach Möwen am Rhein. Und nach einem Kiosk, der nie zumacht.“

Der erste Gang war eine Suppe, und wir rieten, was darin war. Er tippte auf Kürbis, ich auf Süßkartoffel, es war Karotte mit Ingwer, und wir lagen beide daneben. Beim Hauptgang aß ich mit den Fingern, weil ich mit der Gabel nur noch Luft aufspießte, und gestand es ihm.

„Ich auch“, sagte er. „Seit zehn Minuten. Ich hatte nur gehofft, du merkst es nicht.“

„Wie sollte ich?“

„Du hörst sehr gut zu. Das habe ich schon gemerkt.“

Irgendwann zwischen Hauptgang und Dessert lag meine Hand neben meinem Teller auf dem Tischtuch, und ich spürte, dass seine ganz in der Nähe war. Ich konnte es nicht sehen, natürlich nicht. Aber ich spürte die Wärme, diese winzige Veränderung in der Luft.

„Lena“, sagte er leise. „Darf ich deine Hand suchen?“

Niemand hatte mich je um so etwas gefragt. Die Männer aus den Apps hatten nach meiner Nummer gefragt, nach einem zweiten Drink, nach dem Weg zu meiner Wohnung. Aber nicht danach.

„Ja“, sagte ich. „Such.“

Seine Fingerspitzen trafen zuerst mein Handgelenk, glitten darüber, als würden sie lesen. Dann lag seine Hand auf meiner, warm und trocken, ein Daumen strich über meine Knöchel. Ich hatte vergessen, wie viel eine Berührung bedeuten kann, wenn sie das Einzige ist, was man von einem Menschen hat. Mein Herz schlug bis in die Fingerspitzen hinein.

„Du hast eine kleine Schwiele hier“, sagte er und fuhr über die Innenseite meines Mittelfingers.

„Vom Pinsel. Ich restauriere Gemälde.“

„Also schaust du dir den ganzen Tag Dinge ganz genau an.“

„Und jetzt sitze ich hier und sehe gar nichts.“

„Wie fühlt sich das an?“

Ich überlegte. „Als hätte jemand die Lupe weggenommen. Und als würde ich trotzdem mehr erkennen.“

Er schwieg einen Moment. Dann fragte er, so vorsichtig, dass ich sein Lächeln hören konnte: „Darf ich wissen, wie du aussiehst? Nicht mit den Augen.“

Ich nahm seine Hand und führte sie selbst an mein Gesicht.

Er war behutsam. Seine Finger fanden meine Stirn, den Haaransatz, die Locken, die mir immer ins Gesicht fallen. Sie folgten meinen Augenbrauen, streiften die Lider, die ich längst geschlossen hatte, obwohl es keinen Unterschied machte. Sie fuhren den Nasenrücken entlang und dann, sehr langsam, über meine Lippen. Ich hörte, wie er ausatmete. Ich spürte meinen eigenen Puls zwischen den Beinen, und es war mir fast peinlich, dass so wenig genügte.

„Jetzt du“, sagte er heiser.

Ich fand einen Bart, kurz und weich, eine kantige Kieferlinie, eine Brille, die ich vorsichtig festhielt, damit sie nicht verrutschte. Über der linken Augenbraue eine kleine Narbe. Lachfältchen. Er hatte Lachfältchen, viele davon, und als ich sie berührte, wurden sie tiefer, weil er lächelte.

„Die Narbe?“, fragte ich.

„Fahrradlenker, mit neun. Keine Heldengeschichte.“

„Schade. Ich hatte auf einen Säbelkampf gehofft.“

Er lachte, und ich spürte das Lachen unter meinen Fingern, bevor ich es hörte.

Beim Dessert, irgendetwas mit Schokolade und Salz, schlug er eine Regel vor. „Bevor wir rausgehen“, sagte er, „sagen wir beide, ob wir uns wiedersehen wollen. Jetzt, im Dunkeln. Bevor einer von uns den anderen anschaut und anfängt, Dinge zu bewerten.“

„Und wenn einer Nein sagt?“

„Dann geht der andere zuerst raus, und wir sehen uns nie. Fair?“

„Fair“, sagte ich. „Du zuerst.“

„Ja“, sagte er ohne Zögern. „Ich will dich wiedersehen. Ich will dich überhaupt erst mal sehen.“

„Ja“, sagte ich. „Ich auch.“

Jonas brachte uns hinaus, durch die Vorhänge, in den Vorraum mit dem gedämpften Licht, und ich musste blinzeln wie nach einem Kinofilm am Nachmittag.

Tobias war größer, als ich gedacht hatte. Sein Bart war rotblond, nicht dunkel, wie ich ihn mir vorgestellt hatte, und hinter der Brille hatte er graue Augen, die mich ansahen, als würden sie etwas nachprüfen, was sie schon wussten. Er trug ein dunkelgrünes Hemd mit einem kleinen Wasserfleck auf dem Ärmel.

„Beweisstück A“, sagte ich und zeigte darauf.

Er sah an sich herunter und dann wieder zu mir, und dann lachten wir beide, und das war der Moment, in dem alle Nervosität verflog. Ich hatte keine Liste im Kopf. Kein Raster. Ich sah einfach einen Mann, dessen Gesicht ich schon kannte.

„Du hast Farbe am Handgelenk“, sagte er leise. „Ultramarin, oder?“

„Du hörst nicht nur gut zu.“

Wir gingen zu Fuß zum Rhein. Es war ein milder Oktoberabend, die Brücke leuchtete, irgendwo schrie tatsächlich eine Möwe, und Tobias hob triumphierend einen Finger, als hätte er sie bestellt. Am Geländer blieben wir stehen. Er sah mich an, und diesmal sah ich ihn auch.

„Ich würde dich gern küssen“, sagte er. „Wenn du das auch willst.“

Statt zu antworten, legte ich ihm die Hand in den Nacken und zog ihn zu mir herunter.

Der Kuss war langsam, fast tastend, als wären wir noch immer im Dunkeln. Dann wurde er tiefer. Ich spürte seinen Bart an meinem Kinn, seine Hand an meiner Taille, die nicht drängte, sondern wartete. Ich drängte. Ich presste mich an ihn, spürte durch den Stoff, wie sehr er mich wollte, und hörte mich selbst leise aufstöhnen, mitten auf der Rheinpromenade, wie eine Zwanzigjährige.

„Ich wohne zehn Minuten von hier“, sagte ich an seinem Mund.

„Ist das eine Einladung?“

„Ja. Kommst du mit hoch?“

Er nahm mein Gesicht in beide Hände, so wie im Restaurant, nur dass er mich jetzt dabei ansah. „Ja“, sagte er. „Und wenn du es dir unterwegs anders überlegst, sagst du es einfach. Dann bringe ich dich bis zur Tür und gehe nach Hause und bin trotzdem glücklich.“

„Ich überlege es mir nicht anders.“

„Ich weiß. Ich wollte es nur gesagt haben.“

In meiner Wohnung brannte nur die kleine Lampe im Flur. Tobias stand zwischen meinen Bücherstapeln und den eingerahmten Skizzen, und ich sah, wie sein Blick über alles wanderte, neugierig, aufmerksam. Dann griff ich an ihm vorbei und schaltete die Lampe aus.

Schwärze. Nicht ganz so vollkommen wie im Restaurant, ein bisschen Straßenlicht kroch durch den Spalt der Vorhänge. Aber fast.

„Ich will noch ein bisschen im Dunkeln bleiben“, sagte ich. „Ist das komisch?“

„Nein.“ Seine Stimme war jetzt ganz nah. „Aber dann musst du mir sagen, was du willst. Ich sehe ja nichts.“

„Zieh mir das Kleid aus.“

Seine Hände fanden den Reißverschluss in meinem Rücken. Er zog ihn so langsam herunter, dass ich jeden Zahn einzeln spürte. Das Kleid rutschte mir über die Schultern, über die Hüften, und blieb um meine Füße liegen. Seine Finger glitten über meinen Rücken, über die Wirbel, ein Lesender in der Blindenschrift meines Körpers. Er hakte den BH auf und fragte, an meinem Ohr: „Darf ich?“

„Ja. Hör auf zu fragen, ob du darfst, und frag mich, ob es mir gefällt.“

„Gefällt es dir?“

Seine Hände umschlossen meine Brüste von hinten, die Daumen strichen über die Nippel, die längst hart waren, und ich lehnte mich gegen ihn und lachte atemlos. „Ja. Sehr.“

Ich drehte mich in seinen Armen um und knöpfte sein Hemd auf, Knopf für Knopf, ohne etwas zu sehen. Unter meinen Händen: warme Haut, ein paar weiche Brusthaare, ein Herz, das so schnell schlug wie meines. Ich öffnete seinen Gürtel und seine Hose und schob alles nach unten, und dann hatte ich ihn in der Hand, hart und heiß und schwer, und er stöhnte so tief auf, dass ich es bis in den Bauch spürte.

Wir fanden das Schlafzimmer über Umwege, stießen gegen einen Türrahmen, lachten, küssten uns weiter. Auf dem Bett zog er mir den Slip über die Beine und küsste sich dann von meinen Knöcheln nach oben, die Waden, die Kniekehlen, die Innenseiten meiner Oberschenkel. Ich spürte seinen Atem, bevor ich seine Lippen spürte. Er ließ sich Zeit, unendlich viel Zeit, bis ich die Hüften hob und ihm entgegendrängte.

„Sag mir, wo“, flüsterte er.

„Weiter oben. Ja. Genau da.“

Seine Zunge fand meinen Kitzler, erst ganz leicht, kaum eine Berührung, dann fester, in langsamen Kreisen. Ich griff in seine Haare. Ich hörte mich Dinge sagen, die ich sonst nie laut ausspreche, „mehr“ und „nicht aufhören“ und „genau so“, und er hörte zu, so wie er den ganzen Abend zugehört hatte. Jede kleine Änderung in meinem Atem beantwortete er. Als er einen Finger in mich gleiten ließ, dann einen zweiten, und dabei nicht aufhörte, mich zu lecken, zog sich alles in mir zusammen. Ich kam mit einem Laut, den ich nicht kannte, die Schenkel um seinen Kopf gepresst, und er hielt mich fest, bis das Zittern nachließ.

„Komm her“, sagte ich, als ich wieder sprechen konnte.

Er legte sich neben mich, und ich tastete nach der Schublade meines Nachttischs, fand die Kondome und reichte ihm eins. Im Dunkeln hörte ich das Reißen der Packung, ein leises „Mist, falsch herum“, und musste so lachen, dass er mitlachte, während er es endlich überstreifte.

Dann setzte ich mich auf ihn.

Ich nahm ihn langsam auf, Zentimeter für Zentimeter, und spürte, wie er unter mir den Atem anhielt. Er füllte mich ganz aus. Ich blieb einen Moment so sitzen, die Hände auf seiner Brust, und fühlte, wie er in mir pulsierte. Dann begann ich mich zu bewegen, langsam, kreisend, und seine Hände lagen an meinen Hüften, ohne zu führen, nur um mich zu spüren.

„Lena“, sagte er. „Ich will dich sehen.“

Ich beugte mich zur Seite und schaltete die Nachttischlampe ein.

Warmes, weiches Licht. Und da war er, unter mir, die Brille irgendwo im Laken verloren, die grauen Augen weit offen und so voller Staunen, dass mir der Atem stockte. Er sah mich an. Mein Gesicht, meine Brüste, die Stelle, an der wir verbunden waren. Und ich sah ihn an, und es war nichts zu bewerten, nichts zu prüfen. Nur ein Mann, der mich ansah, als wäre ich das Erste, was er je gesehen hatte.

„Du bist wunderschön“, sagte er. „Ich hätte es mir nicht ausdenken können.“

„Du hattest es doch schon in den Fingern.“

„Das ist nicht dasselbe.“

Ich ritt ihn schneller. Er richtete sich auf, schlang die Arme um mich, und wir bewegten uns zusammen, Brust an Brust, Mund an Mund, seine Stöße tief und gleichmäßig. Seine Hand rutschte zwischen uns, sein Daumen fand meinen Kitzler, und er fragte nicht mehr, ob er durfte, er fragte nur noch „so?“, und ich sagte „ja“ und „ja“ und irgendwann gar nichts mehr. Der zweite Höhepunkt kam langsamer als der erste und tiefer, eine Welle, die von ganz unten aufstieg und mich mitriss. Ich spürte, wie er sich unter mir anspannte, hörte meinen Namen, heiser und gebrochen, und dann kam er, die Stirn an meiner Schulter, die Arme so fest um mich, als hätte er Angst, ich könnte im Licht verschwinden.

Lange sagten wir nichts. Wir lagen ineinander verschlungen, verschwitzt und atemlos, und die Lampe warf unsere Schatten an die Wand, auf die gerahmte Skizze einer Hand, die ich vor Jahren gezeichnet hatte.

„Kann ich dir was gestehen?“, fragte er irgendwann.

„Wenn es nicht ist, dass du verheiratet bist.“

„Ich habe Mareike gefragt, ob ich ein Foto von dir sehen darf. Vor dem Date.“

Ich hob den Kopf. „Und?“

„Sie hat Nein gesagt. Sie hat gesagt: Du sollst dich in ihre Stimme verlieben, nicht in ein Bild.“

Ich ließ den Kopf zurück auf seine Brust fallen und stöhnte. „Sie wird das nie wieder vergessen. Nie.“

Ich wachte auf, als die Sonne durch den Spalt im Vorhang fiel und einen hellen Streifen über das Bett legte. Tobias lag auf dem Rücken, einen Arm unter dem Kopf, und sah an die Decke. Er war schon wach. Er hatte die Brille wiedergefunden.

„Ich habe zugehört“, sagte er, ohne sich zu bewegen. „Deine Wohnung klingt morgens nach einer Taube auf dem Fensterbrett und nach einem Nachbarn, der sehr schlecht Klavier übt.“

„Herr Albers. Seit drei Jahren dieselbe Etüde.“

„Ich finde, er wird besser.“

Ich drehte mich zu ihm, und er sah mich an, im vollen Tageslicht, mit zerzausten Haaren und verschmierter Wimperntusche, und lächelte, als hätte er im Lotto gewonnen. Auf meinem Nachttisch vibrierte das Handy. Natürlich Mareike. Eine einzige Nachricht, drei Fragezeichen, sonst nichts.

Ich hielt Tobias das Display hin. „Was soll ich ihr antworten?“

Er nahm mir das Handy aus der Hand, legte es mit dem Display nach unten zurück auf den Nachttisch und zog mich an sich. „Später“, murmelte er in meine Haare. „Erst will ich noch ein bisschen gucken.“

Am Nachmittag, als er gegangen war, mit meiner Nummer und dem Versprechen, am Freitag mit einer Aufnahme vom Rhein um drei Uhr morgens wiederzukommen, schrieb ich ihr endlich zurück.

„Du hattest recht. Und ich werde dir das nie wieder sagen.“

Ihre Antwort kam nach vier Sekunden: „Das hast du beim letzten Mal auch gesagt.“

Ich legte das Handy weg und schloss die Augen. Im Dunkeln hinter meinen Lidern hörte ich immer noch seine Stimme.

Mehr aus Sexgeschichte · Alle Sexgeschichten · Zum Ratgeber-Blog