Sexchat-Abkürzungen & Slang erklärt: das Lexikon für Einsteiger
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Du bist neu im Chatraum, und plötzlich fliegen dir Kürzel wie „ASL?“, „PN?“ oder „C2C?“ um die Ohren? Keine Sorge, so geht es fast allen am Anfang. Sexchat Abkürzungen sparen Zeit beim Tippen, schaffen aber für Einsteiger erst einmal Verwirrung. Dieses Lexikon erklärt dir die wichtigsten Kürzel, Slang-Begriffe und Emojis, sortiert nach Situation und jeweils mit Beispiel. Außerdem erfährst du, welche Abkürzungen eher ein Warnsignal sind.
Das Wichtigste in Kürze
- ASL fragt nach Alter, Geschlecht und Ort. Den genauen Wohnort musst du nie verraten.
- PN, PM oder DM bedeuten: Lass uns privat weiterschreiben.
- C2C steht für Cam2Cam, also beide mit Webcam.
- OOC heißt „out of character“: Jemand verlässt kurz das Rollenspiel, oft um Grenzen zu klären.
- Sternchen wie *zwinker* oder *küsst dich* beschreiben Handlungen.
- Kürzel, die zu anderen Apps, Gutscheinkarten oder Verifizierungslinks führen sollen, sind typische Warnzeichen.
Warum im Sexchat so viel abgekürzt wird
Chatten ist gesprochene Sprache in Schriftform. Wer schnell flirten will, tippt nicht „Ich bin gleich wieder da“, sondern „bin gleich wieder da“ oder einfach „brb“. Dazu kommt, dass viele Kürzel aus den Anfängen der Internetchats stammen, als in Chaträumen viel Englisch geschrieben wurde. Deshalb mischen sich im deutschen Sexchat englische Akronyme wie „ASL“ oder „NSFW“ mit deutschen Klassikern wie „hdl“ oder „lg“.
Für dich heißt das: Du musst nicht jedes Kürzel kennen, aber die gängigen solltest du verstehen. Wer nicht weiß, was „OOC“ oder „Limits“ bedeutet, übersieht im Zweifel, dass das Gegenüber gerade eine Grenze zieht. Und das ist im erotischen Chat das Wichtigste überhaupt.
Wenn du gerade deine ersten Schritte machst, lies auch unseren Ratgeber Das erste Mal im Sexchat. Dort geht es um Chat-Manieren und den richtigen Einstieg.
Begrüßung, Abschied und Steckbrief: die Basis-Kürzel
Diese Abkürzungen begegnen dir in praktisch jedem Chatraum, egal ob es um Flirt oder Erotik geht.
Kommen, gehen und kurz weg sein
| Kürzel | Bedeutung | So sieht es im Chat aus |
|---|---|---|
| hi / hey / huhu | Begrüßung | „huhu, noch jemand wach?“ |
| re | „wieder da“ nach einer Pause | „re, sorry, Paketbote“ |
| brb | „be right back“, bin gleich zurück | „brb, hol mir was zu trinken“ |
| afk | „away from keyboard“, nicht am Gerät | „bin 10 min afk“ |
| bb / cu | „bye bye“ / „see you“ | „muss los, cu morgen?“ |
| n8 / gn8 | „Nacht“ / „Gute Nacht“ | „gn8 und träum was Schönes“ |
| lg / vlg | „liebe Grüße“ / „viele liebe Grüße“ | eher in Nachrichten als im Live-Chat |
Der Chat-Steckbrief: ASL, m/w und Co.
Im offenen Chatraum stellen sich viele mit einer Art Kurzsteckbrief vor. Typisch ist die Schreibweise „m38 HH“ für „männlich, 38, Raum Hamburg“ oder „w31 sucht m“. Die Frage danach lautet klassisch „ASL?“, also Age, Sex, Location.
- m / w / d: männlich, weiblich, divers
- sucht m/w/p: sucht Mann, Frau oder Paar
- NRW, HH, B, M: Bundesländer- oder Städtekürzel als grobe Ortsangabe
- RL / IRL: „real life“ beziehungsweise „in real life“, also das echte Leben außerhalb des Chats
- PN / PM / DM: private Nachricht. Wer „PN?“ schreibt, möchte aus dem offenen Raum in ein Gespräch unter vier Augen wechseln.
Ein Tipp aus der Praxis: Ein nacktes „ASL?“ als erste Nachricht wirkt wie ein Formular und bekommt selten eine begeisterte Antwort. Besser ist ein Satz, der auf das Profil eingeht. Und beim Ort gilt: grobe Region ja, Straße oder Stadtteil nein.
Flirt-Kürzel und Gefühle: Was hdgdl, xoxo und *g* bedeuten
Sobald es persönlicher wird, verändern sich die Kürzel. Jetzt geht es um Stimmung, Zuneigung und Augenzwinkern.
Zuneigung und Komplimente
- hdl / hdgdl: „hab dich lieb“ / „hab dich ganz doll lieb“, eher etwas für länger bestehende Chatbekanntschaften
- ily: „I love you“, im Sexchat oft spielerisch gemeint
- xoxo: Küsse und Umarmungen (x = Kuss, o = Umarmung)
- <3: ein liegendes Herz
- cute / süß: Kompliment, oft für ein Foto oder eine Antwort
Lachen, Grinsen, Zwinkern
- lol: „laughing out loud“, lautes Lachen, heute meist nur ein Schmunzeln
- rofl: „rolling on the floor laughing“, sich vor Lachen am Boden wälzen
- *g* / *gg* / *grins*: Grinsen, je mehr g, desto breiter
- *zwinker* / ;-): Augenzwinkern, signalisiert „nicht ganz ernst gemeint“ oder „du weißt schon“
- :P: herausgestreckte Zunge, frech oder neckisch
Handlungen in Sternchen
Typisch für Sex- und Flirtchats sind Handlungen zwischen Sternchen: *lächelt verlegen*, *rückt näher*, *flüstert dir etwas ins Ohr*. Die ganz kurzen Formen wie *grins* oder *seufz* nennen Sprachwissenschaftler Inflektive, bekannt aus Comics. Im Chat machen sie aus einem reinen Wortwechsel eine kleine Szene. Wer erotische Chats mag, wird sie lieben: Sie sind das Bindeglied zwischen Flirt und Kopfkino. Wie du daraus richtig heiße Nachrichten machst, zeigen dir unsere Sexting-Tipps.

Ob am Handy oder an der Tastatur: Kürzel sparen Zeit, aber ein ganzer Satz wirkt oft persönlicher. · Foto: Sebastian Bednarek / Unsplash
Erotischer Slang: die wichtigsten Begriffe im Sexchat
Jetzt wird es spezifisch. Diese Begriffe und Abkürzungen tauchen vor allem in erotischen Chats auf und sagen viel darüber, was jemand sucht oder mag.
Was jemand sucht
- NSFW: „not safe for work“, also nichts für neugierige Blicke im Büro. Steht als Warnung vor erotischen Inhalten.
- ONS: One-Night-Stand
- FWB / F+: „friends with benefits“ oder „Freundschaft plus“, Freundschaft mit Sex ohne feste Beziehung
- NSA: „no strings attached“, unverbindlich, ohne Verpflichtungen
- SD: Sexdate
- LTR: „long-term relationship“, also eine feste Beziehung, eher selten im Sexchat
- Diskret: meist ein Hinweis, dass jemand in einer Beziehung lebt oder Wert auf Verschwiegenheit legt
Rollenspiel und Fantasie
Im Sexchat wird viel gespielt. Damit das für beide funktioniert, gibt es ein paar feste Begriffe:
- RP: Rollenspiel, man schlüpft gemeinsam in Rollen und erzählt eine Szene
- IC / OOC: „in character“ und „out of character“. OOC-Einschübe stehen meist in Klammern und sind wichtig, um kurz als echte Person etwas zu klären.
- Kopfkino: Fantasien, die beim Lesen im Kopf entstehen
- DT: Dirty Talk, also deutliche, erotische Sprache
- Cyber / Cybersex: gegenseitiges erotisches Schreiben bis zum Höhepunkt
Vorlieben und Grenzen
- Vanilla: „normaler“ Sex ohne besondere Fetische, keine Wertung
- Kink: eine besondere Vorliebe, etwa für Rollenspiele oder Machtspiele
- Dom / Sub / Switch: dominanter Part, devoter Part, jemand, der beides mag
- D/s: Dominanz und Unterwerfung als Spielart
- BDSM: Sammelbegriff für Bondage, Disziplin, Dominanz, Unterwerfung, Sadismus und Masochismus
- Limits / No-Gos: Grenzen, die nicht überschritten werden. „Hard Limits“ sind absolut, „Soft Limits“ verhandelbar.
- Safeword: ein vereinbartes Wort, mit dem jemand das Spiel sofort stoppt, auch im Chat
So klingt das in einem echten Chat
Wie das zusammenspielt, zeigt ein kurzer Wortwechsel zweier Chatpartner, die ein Rollenspiel beginnen wollen:
Nachtfalter: Lust auf ein kleines RP? *zwinker*
Samtpfote: Gern. Kurz OOC: Was sind deine Limits?
Nachtfalter: Keine Schmerzen, sonst bin ich offen. Und deine?
Samtpfote: Nichts Demütigendes. Safeword ist „Rot“. Dann los *lächelt*
Vier Zeilen, und beide wissen, woran sie sind. Genau dafür sind diese Kürzel da.
Gerade Limits und Safeword solltest du ernst nehmen. Ein „Limit“ ist keine Einladung zum Überreden, sondern eine klare Grenze. Und wer das Safeword schreibt, meint Stopp.
Kürzel für Bilder, Cam und Treffen
Viele Chats bleiben beim Text. Manche Gespräche führen aber zu Bildern, zur Webcam oder irgendwann zu einem echten Treffen. Dann tauchen diese Kürzel auf:
| Kürzel | Bedeutung | Worauf du achten solltest |
|---|---|---|
| pic / pics | Bild / Bilder | Nie ungefragt schicken, nur ohne Gesicht und erkennbare Merkmale |
| tausch? | Bildertausch | Du musst nichts tauschen, nur weil es angeboten wird |
| C2C / Cam2Cam | beide mit Webcam | Hintergrund prüfen, nichts Persönliches im Bild |
| Cam? | Webcam einschalten? | Ein Nein braucht keine Begründung |
| F2F | „face to face“, persönliches Treffen | Erstes Treffen nur an öffentlichen Orten |
| RL-Treffen | Treffen im echten Leben | Vorher Freunde informieren |
| Tel? / Nummer? | Telefonnummer austauschen | Lieber erst im Chat bleiben, bis Vertrauen da ist |
Wer Lust auf Live-Begegnungen mit Webcam hat, findet auf Sexchat 2000 im Camchat den passenden Raum dafür. Dort sind Cam-Kürzel ohnehin Alltag.
Emojis im Sexchat: Was sie wirklich bedeuten
Emojis sind die Abkürzungen der Smartphone-Generation. Manche haben im erotischen Kontext eine Bedeutung, die mit ihrem ursprünglichen Sinn wenig zu tun hat:
- 🔥 (Feuer): „heiß“, ein Kompliment für ein Foto oder eine Nachricht
- 😏 (Grinsen mit Seitenblick): verschmitzt, anzüglich, „ich weiß, was du meinst“
- 😈 (Teufelchen): frech, verdorben, Lust auf mehr
- 🫦 (auf die Lippe beißen): Begehren, Verlangen
- 👀 (Augen): Neugier, „erzähl mehr“
- 🍑 und 🍆 (Pfirsich und Aubergine): der Po und der Penis, inzwischen fast universell verstanden
- 💦 (Tropfen): eindeutig erotisch gemeint
- 🙈 (Affe hält sich die Augen zu): verlegen, „ich kann nicht hinsehen“, oft kokett
Ein Hinweis zur Dosierung: Ein gut platziertes 😏 sagt mehr als fünf Auberginen hintereinander. Emojis ersetzen keine Sätze, sie würzen sie.
Warnsignale: Sexchat-Abkürzungen, die auf Fakes und Abzocke hindeuten
Nicht jedes Kürzel ist harmlos. Bestimmte Formulierungen tauchen auffällig oft bei Fake-Profilen, Bots und Betrugsmaschen auf. Wenn du sie erkennst, sparst du dir Ärger.
Typische Warn-Kürzel und Floskeln
- „add me on …“, „schreib mir auf Tele/Snap“: Der Wechsel auf eine andere App so früh im Gespräch ist ein klassisches Muster. Außerhalb der Plattform gibt es keine Moderation mehr.
- „verify“, „Verifizierung“, „Ver-Link“: Angebliche Altersprüfungen über fremde Links sind fast immer ein Weg, an Daten oder Geld zu kommen.
- „PSC“ (Paysafecard), „Amazon-Karte“, „Steam-Karte“, „PP“ (PayPal): Wer Gutscheincodes oder PayPal ins Spiel bringt, flirtet nicht, sondern kassiert.
- „Cam kaputt“ plus Link: Die angeblich defekte Kamera, die man nur über eine externe Seite sehen könne, ist eine bekannte Masche.
- Immer gleiche Satzbausteine: Antworten, die nie auf deine Fragen eingehen, deuten auf Bots hin. Mehr dazu liest du in unserem Beitrag über KI-Sexchats.
Eine Grenze, die nicht verhandelbar ist
Sexchats sind ausschließlich für Erwachsene. Nennt jemand ein Alter unter 18 oder deutet es mit Kürzeln an, beendest du das Gespräch sofort und meldest das Profil beim Betreiber. Da gibt es keine Grauzone.

Jedes Kürzel steht für ein paar Buchstaben mehr. Manche verraten dabei mehr, als dem Absender lieb ist. · Foto: Jason Leung / Unsplash
Abkürzungen richtig einsetzen: Do’s und Don’ts
Kürzel sind praktisch, aber sie können auch unpersönlich oder sogar unhöflich wirken. Mit diesen Regeln triffst du den richtigen Ton.
Do’s
- Spiegle dein Gegenüber. Schreibt die andere Person ausführlich, antwortest du nicht nur mit „lol“ und „k“.
- Nutze Kürzel für Tempo, nicht für Gefühle. „brb“ ist völlig okay, aber ein Kompliment verdient ganze Sätze.
- Kläre Grenzen ausdrücklich. Ein OOC-Einschub wie „(kurz OOC: Was sind deine Limits?)“ wirkt aufmerksam, nicht unsexy.
- Frag nach, wenn du etwas nicht kennst. „Sorry, was heißt FWB?“ ist ehrlich und oft ein guter Gesprächsöffner.
Don’ts
- Kein „ASL?“ als einzige Begrüßung. Es wirkt wie ein Fragebogen.
- Keine Kürzel-Ketten. „hdl xoxo <3 ;-) gn8“ in einer Zeile wirkt eher hektisch als charmant.
- Kein „k“ oder „ok“ als Antwort auf eine lange Nachricht. Das liest sich wie Desinteresse.
- Keine Kürzel, deren Bedeutung du nicht kennst. Manche Abkürzungen meinen in bestimmten Szenen etwas völlig anderes, als du denkst.
So erschließt du dir unbekannte Kürzel
Kein Lexikon ist vollständig. In jeder Community entstehen neue Abkürzungen, und manche Chaträume haben ihren ganz eigenen Slang. Drei Strategien helfen dir weiter:
- Kontext lesen: Steht das Kürzel am Ende einer Nachricht, ist es oft ein Gruß oder ein Gefühl. Steht es am Anfang, eher eine Frage oder ein Thema.
- Mitlesen: Bevor du im offenen Chatraum aktiv wirst, beobachte ein paar Minuten, wie dort geschrieben wird. Jeder Raum hat seinen eigenen Ton.
- Direkt fragen: Ehrliches Nachfragen ist kein Zeichen von Ahnungslosigkeit, sondern von Interesse. Die meisten erklären gern.
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Fazit: Kürzel verstehen, Ton selbst bestimmen
Wer die wichtigsten Sexchat Abkürzungen kennt, versteht schneller, was das Gegenüber will, und erkennt Grenzen und Warnsignale rechtzeitig. Von ASL über PN und C2C bis zu OOC und Limits: Die Kürzel sind Werkzeuge, kein Pflichtprogramm. Am besten kommst du an, wenn du sie sparsam einsetzt und das Wichtige in ganzen Sätzen schreibst. Probier es aus, anonym mit Nickname im Sexchat, und finde deinen eigenen Stil.
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